Europa

„Was meint für Sie – mit Ihrer eigenen Familien-Geschichte im Kopf – Europa?

Europa ist für mich vor allem eine sehr lange kulturelle Tradition des Austauschs. Nationalstaaten und Nationalgedanken sind ja eine relativ junge Erscheinung. Mir ist nationalstaatliches Denken und ein Denken in Nationalitäten total fremd. Ich kann damit nichts anfangen. Ich glaube an Regionen, Städte, Gemeinschaften, wo Menschen durch gemeinsam erlebte Geschichte geprägt sind, aber nicht an solch künstliche Gebilde wie Nationalstaaten.“

Ronald Hirte besuchte mich vor einiger Zeit und stellte mir Fragen – zu meinen Hörspielen, meiner Familiengeschichte und zu Europa. Es war ein anregendes Gespräch, nachzulesen ist es in dem Band „Von Polen her. Europa denken“ von Ronald Hirte und Fritz von Klinggräff, Weimarer Verlagsgesellschaft 2015 – wie viele weitere Gespräche mit und Porträts von  Menschen aus Polen, darunter sind zum Beispiel der Historiker Włodzimierz Borodziej, der Schriftsteller Stefan Chwin und die Theaterregisseurin Lucyna Tych.

mehr dazu im „Perlentaucher